Trotz umfassender Widrigkeiten habe ich mich in den zwei Wochen offline-Urlaub (tatsächlich habe ich das Internet nur benutzt um eine Zugverbindung für die Heimfahrt zu finden und das Handy blieb auch locker mal 60 Stunden aus) wunderbar erholt. Und ich möchte glauben, dass das dem vielen Wasser zu verdanken ist…
Ach, so ist das also
In Deutschland war ich ja wirklich schon viel unterwegs, kenne viele Bahnhöfe Städte, Landschaften und Regionen. Aber in Europa war ich noch nicht viel unterwegs. Immerhin kenne ich jetzt auch Holland. Die Holländische Bahn ist lustig. Man beschriftet wenig, macht nur vereinzelt Ansagen und hält holländisch sowohl für Ansagen als auch für Beschriftungen für die einzig wahre Sprache. Für mich war das jetzt nicht so das Problem (Achtung, Insider: Horray, learning goal!), aber für einige meiner Mitreisenden (Griechen, Türken) war das doch ein eher gravierendes Problem. Ich war freudig überrascht, dass alles “trotzdem” so reibungslos funktioniert und ertappte mich dabei selbst in einem sich deutsch anfühlenden Sicherheitsbedürfnis, dass nach Schildern, Bahnhofswärtern und Durchsagen im gewohnten Überfluss strebt (Noch ein Insider: Become aware of your own culture!). Ebenso deutsch mag es sei, dass ich es für unterstreichenswert halte, dass man Züge in Holland auch gerne mal zwei Minuten zu früh einfahren lässt, wenn sie denn so früh drann sind.
Was mich außerdem sehr beeindruckt hat (sensibilisiert durch die Lektüre eines interessanten Artikels aus der aktuellen brand eins kurz vor meiner Abfahrt), ist die Art der Holländer, zu wohnen. Wer es sich leisten kann, hält sich eine Lebensabschnitts-Immobilie. Das stimmt tatsächlich. Und genauso sehen die Häuser auch aus. Man sieht ihnen die Sorgfalt an mit der in ihnen gelebt wird. Die Holländer mit denen ich gesprochen habe berichteten mir dann auch, dass man ja an den Wochenenden eigentlich nichts anderes täte als die eigenen vier Wände und das dazugehörige Grün zu pflegen. Das ist vielleicht kein Lebensentwurf, dem ich folgen möchte (Einer geht noch: Think out of the box!), aber wenn es dazu führt, dass alle Häuserzeilen so einladend, hübsch und abwechslungsreich aussehen, ist es mir auf jeden Fall schon mal sehr sympathisch.
Ich ziehe jetzt also nach Holland (natürlich ans Meer) und verbringe meine Zeit dort mit Hauspflege und auf Bahnhöfen. Herrlicher Lebensentwurf.
Holland soll ja schön sein
Und wenn ich es mir recht überlege, war ich noch nie wirklich da. Modellparlamente aus der 10. Klasse zählen mal einfach nicht. Also fahre ich da jetzt mal hin, nehme an irgendeinem internationalen Theatercamp, das ganz bestimmt nicht von Scientology ist, teil und hoffe inständig, mal das Meer zu Gesicht zu bekommen (erwähnte ich schon, dass einer der wenigen echten Nachteile der Stadt in der ich lebe der ist, dass es kein Meer und insgesamt zu wenig Wasser hat?). Das wird ein Weilchen dauern. Erwartet mich nicht vor dem 14. Juli zurück.
Bin gespannt, wie das Internet aussieht, wenn ich wieder da bin. Habt eine schöne Zeit und wartet nicht auf Postkarten! *wink*
es geht doch immer nur um… Schuhe
Das findet man, wenn man bei flickr nach schuehsch sucht und ganz nach unten scrollt. Schöne neue Welt.
Party - right now
Die breits erwähnte Party in meiner WG findet genau jetzt statt. Wer gerne dabei wäre, es aber nicht sein kann, kann hier zuschauen:
- Küchencam
- Flurcam
- Cam in meinem Zimmer
Aus meinem Zimmer wird der Ton nicht übertragen, ansonsten ist das Micro überall an. Und hier kann man sich anschauen, wo die Kameras stehen. Wir freuen uns über alle Besucher - online und “in echt” ![]()




